Der Arbeitsausschuss Blitzschutz und Erdung der Bundesinnung der Elektrotechniker (WKÖ) möchte heuer seinen Fokus auf die richtige Montage der Fundamenterdungsanlage legen. Denn noch immer scheint vielen am Hausbau beteiligten Professionisten, Bauherren und deren Vertretern die immense Bedeutung einer ordnungsgemäßen und normgerechten Erdungsanlage nicht bewusst zu sein.

Häufig ist bei Baubeginn noch kein Elektrotechniker beauftragt, jedoch sind die Fundamentierungsarbeiten schon voll im Gange: Die Baufirma legt unter Umständen in Eigenregie den Erdungsdraht ein und danach werden die Fundamente betoniert. In vielen Fällen kommen Elektrotechniker oder Blitzschutzfirmen erst auf die Baustelle, wenn der Rohbau fast fertig ist. Dann kann das böse Erwachen folgen:

 

  • Erdungsanschlusspunkte fehlen oder sind falsch positioniert,

  • das falsche Material wurde eingebaut und/oder

  • auf eventuelle isolierte Fundamente wurde bei der Verlegung des Erders nicht Rücksicht genommen.

 

Kostenintensive Ersatzmaßnahmen und unnötige Diskussionen mit den Projektverantwortlichen können dann die Folge sein. Grundsätzlich stellt sich die Frage: „Darf eine herkömmliche Baufirma die Erdungsanlage überhaupt verlegen?“ Die Antwort ist: „Nein!“ In jedem Fall ist dafür Fachwissen im Blitzschutz- und Erdungsbau notwendig, denn in der Fachinformation des Österreichischen Elektrotechnischen Komitees vom April 2015 ist klar festgelegt, dass die Fundamenterdungsanlage von einer Elektrofachkraft zu verlegen, zu dokumentieren und zu protokollieren ist.

Nach den Vorschriften der ÖVE/ÖNORM E 8014 Teil 1-3: 2006-08-01 ist in neu zu errichtenden Gebäuden eine entsprechende Fundamenterdungsanlage zu verlegen. Rechtzeitig vor Baubeginn, sind die Maßnahmen für eine normgerechte Planung und Montage der Fundamenterdung mit einem befugten Elektrotechniker zu klären. Denn die Erdungsanlage ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Schutzmaßnahme gegen gefährliche Körperströme und stellt eine Notwendigkeit zur Ableitung von Blitzströmen dar.

Um die Funktion der Erdungsanlage zu gewährleisten, ist die Ausführung von Fundamenten (Betongüte, Abdichtung, Wärmedämmung, usw.) unbedingt zu berücksichtigen. Vor Baubeginn sollten aber folgende Punkte vorher geklärt werden:

 

  1. Welcher Beton wird verwendet:

    1. Welche Expositionsklasse weißt der Beton auf (XC0-XC4)?

    2. Welche Kurzbezeichnung hat der Beton (B1, B2,…)?

    3. Wie weich ist der Beton?

    4. Wie hoch ist der Zementgehalt? Mindestanforderung 260 kg/m3 gegeben?

       

  2. Wie schaut das Fundament aus:

    1. Ist das Fundament gegen Erde isoliert oder abgedichtet?

    2. Wird unter dem Fundament eine Perimeterdämmung verlegt oder ist eine Dichtfolie mit einer Stärke > 0,5mm vorhanden?

    3. Handelt es sich um eine dichte (weiße, schwarze) Wanne?

    4. Ist das Fundament bewehrt? Wenn ja, wie?

       

Erst, wenn all diese Fragen vom Bauherrn bzw. der Bau ausführenden Firma beantwortet wurden, kann die Fundamenterdungsanlage normgerecht montiert werden.

Andreas Iser, Vorsitzender des Arbeitsausschusses Blitzschutz und Erdung der Bundesinnung der Elektrotechniker, weist darauf hin: „Unserem Ausschuss ist es wichtig, dass vor allem den Planern und Baufirmen bewusst wird, dass die Erdungsanlage ein enorm wichtiger Bestandteil der Elektroinstallation ist. Auf keinen Fall darf sie als ein „lästiges Anhängsel“ von Baumeisterarbeiten angesehen werden!“

Bild Artikel Erdungsanlage web

 v.l.n.r.: Ing. Witke, Andreas Iser, DI Scherer


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Die neuen Elektrotester Fluke T6-600 und T6-1000 mit FieldSense-Technologie messen die Spannung auf die gleiche Weise wie den Strom, ohne dass Messleitungen mit spannungsführenden Teilen kontaktiert werden müssen. (Bild: Fluke)
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Siedle Basic setzt einen neuen Standard im Einstiegssegment für Innenstationen: Die neue Designlinie ist laut Siedle preisgünstig, einfach zu bedienen und zu verarbeiten – und kommt auch bei großen Ausschreibungen sehr gut an.
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