Aus Sicht des BMWFW kann unter folgenden Bedingungen eine steckerfertige (Plug-In) PV-Anlage zugelassen werden, wobei vorausgesetzt wird, dass der Verkauf dieser Anlage an einen elektrotechnischen Laien erfolgt, der die Anlage in seiner Einzelverbraucheranlage verwenden will:

  1. Die PV-Anlage ist mit einer Sondersteckvorrichtung ausgestattet, bei der im ausgesteckten Zustand weder am Stecker noch an der Steckdose ein spannungsführender Teil berührbar ist (siehe z.B. Steckvorrichtungen, die in elektrotechnischen Labors verwendet werden).
  2. Die in der Einzelverbraucheranlage befindliche Steckdose, an der die PV-Anlage angesteckt wird, ist mit einer Stichleitung direkt (ohne Abzweig) mit dem Anschlusspunkt der Einzelverbraucheranlage (vor deren Schutzeinrichtungen) verbunden.
  3. Die Stichleitung ist beidseitig mit Leitungsschutzschaltern der leitungsgemäßen Auslegung abgesichert und Einrichtungen für den Fehler- und den Zusatzschutz sind vorhanden (ÖVE/ÖNORM E 8001-1 !!).
  4. Der Anschlusspunkt befindet sich vor den Schutzeinrichtungen der Einzelverbraucheranlage.
  5. Es ist sichergestellt, dass die Spannungstoleranzen der Nennspannung (230 V +/- 10%) am Anschlusspunkt eingehalten werden.

ABER: Eine steckerfertige (Plug-In) PV-Anlage, die mit Schuko- oder Euro-Flachstecker ausgestattet ist und daher durch den elektrotechnischen Laien an eine beliebige Schuko-Steckdose einer beliebigen Einzelverbraucheranlage angesteckt werden kann, wird derzeit als nicht zulässig angesehen.